Diese Pressemitteilung wurde am Freitag, 04. August 2017 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 04.08.2017
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Fall 1:
Am Mittwoch, 02.08.2017, gegen 23.00 Uhr, erhielt eine 87-jährige Münchnerin aus Milbertshofen einen Anruf eines bislang unbekannten Mannes. Der Anrufer überzeugte die Seniorin durch geschickte Gesprächsführung, dass er der Herr „Matuschek“ von der Kriminalpolizei sei. Er teilte mit, dass es im Umkreis des Wohnortes der Senioren zu vielen Straftaten kommen würde und sie deshalb dringend Polizeischutz benötige. Er wurde deshalb Polizeibeamte vorbeischicken.

Kurz nach dem Anruf klingelte es bereits an der Tür der 87-Jährigen und ein unbekannter Täter stellte sich als Polizeibeamter vor, der von Herrn „Matuschek“ geschickt worden wäre. Er fragte die 87-Jährige nach ihrem Bargeld und Münzen.

Überzeugt davon, es handelte sich um einen echten Polizeibeamten, übergab die Seniorin mehrere tausend Euro Bargeld und zwei Goldmünzen an den unbekannten Abholer. Dieser verließ daraufhin unverzüglich die Wohnung der Münchnerin.

Bei einer Rücksprache mit der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München wurde bekannt, dass sie Opfer eines Betrugs durch „falsche Polizeibeamte“ geworden war.

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 50 Jahre alt, ca. 180 cm groß, dicke Figur, strubbelige schwarze Haare, sprach bayerischen Dialekt, bekleidet mit weißem T-Shirt und weißer kurzer Hose.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Münchner Stadtteil Milbertshofen, im Bereich der Nietzschestraße / Jürgen-von-Hollander-Platz, verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Betrug durch "falsche Polizeibeamte" stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Fall2:
Ebenfalls am Mittwoch, 02.08.2017, gegen 23.00 Uhr, erhielt eine 86-jährige Rentnerin aus Moosach auf ihrem Festnetztelefon den Anruf eines angeblichen Polizeibeamten.

Dieser teilte der Dame mit, dass bei festgenommenen Einbrechern eine Notiz mit dem Namen und der Adresse der Rentnerin aufgefunden worden sei. Man müsse davon ausgehen, dass auch sie Opfer eines Einbruchs werden würde. Sie wurde nach Bargeld und ihren Wertsachen befragt und gab bereitwillig Auskunft.

Die 86-Jährige wurde beauftragt, das zuhause aufbewahrte Bargeld in Höhe von mehreren tausend Euro zu verpacken und es den eingesetzten Polizeibeamten zur sicheren Aufbewahrung zu übergeben.

Letztendlich warf die Seniorin einem im Garten wartenden Abholer eine Tüte mit dem Bargeld vom Balkon aus zu. Mit diesem hatte sie Sichtkontakt.
Während der Übergabe und auch in der Folgezeit hielt der Anrufer stets den telefonischen Kontakt mit der 86-Jährigen aufrecht.

Nachdem der Rentnerin schließlich Bedenken gekommen waren, setzte sie sich mit der Einsatzzentrale der Münchner Polizei in Verbindung, wo sie über den Betrugsfall aufgeklärt wurde.

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 175-180 cm groß, ca. 30 Jahre alt, rundes Gesicht, dunkel gekleidet.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Münchner Stadtteil Moosach, im Bereich der Feichtmayrstraße / Darmstädter Straße, verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Betrug durch "falsche Polizeibeamte" stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


Seit der 30. Kalenderwoche ist ein extremer Anstieg an Fallzahlen festzustellen. Seitdem wurden über 300 Delikte bei der Polizei angezeigt. In den meisten Fällen blieb es bei einem Versuch, jedoch fallen immer wieder meist ältere Menschen auf die Betrüger herein.

Warnhinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, dass sie die Angerufenen über vermeintliche Einbrüche in der Nachbarschaft informieren. Sie behaupten, dass sie deshalb in der Wohnung mögliche Geld- bzw. Schmuckbestände kontrollieren müssten. Oftmals wird bei den betrügerischen Anrufen eine manipulierte Anrufernummer angezeigt, insbesondere die Nummern „110“ sowie „089/110“. Die Polizei verwendet diese Notrufnummer niemals für ausgehende Anrufe.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen Rückruf bei der Notrufnummer 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig legitimieren können. Übergeben Sie keine Wertgegenstände oder Bargeld an unbekannte Personen.

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