Diese Pressemitteilung wurde am Donnerstag, 25. September 2014 in der Kategorie Sport von München Presse veröffentlicht.
Pressemitteilung - USC München so international wie noch nie
Der ehemalige Nationalspieler Ben Döring kehrt als Kapitän zum USC München zurück.

USC München so international wie noch nie
Der Rollstuhlbasketballverein präsentiert zur neuen Bundesligasaison eine neue Mannschaft, einen neuen Trainerstab und Kooperationen mit der TUM.



Seit einigen Wochen schaut Peter Schadt abends nach den Trainingseinheiten regelmäßig in seinem Wörterbuch nach. „Ab sofort sprechen wir auch Englisch“, sagt der 53-jährige Bayer. „Mit ,Sakradi!’ allein kommst du hier nicht weit.“ Zur Saison 2014/15 der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga, die am 4. Oktober startet, wird der USC München mit neuer Mannschaft und neuem Trainerstab antreten. Dabei wird es so international zugehen wie noch nie beim USC München, der bisher vor allem auf lokale Ballspezialisten setzte.



Headcoach Schadt bekommt einen Assistenten, der eine ungewöhnliche Qualifikation mitbringt: Der 40-jährige Javad Shohreh Gholami war Co-Trainer der Basketball-Nationalmannschaften seines Landes und zwar gleichzeitig sowohl der Nichtbehinderten als auch der Rollstuhlfahrer. „Diese Dualität gibt es in Deutschland gar nicht“, so Schadt, „da sind uns die Iraner weit voraus.“ Auch für seinen Amateuerbereich setzt der USC ein Zeichen: Der erst 22-jährige Thiemo Schrauder wird Chef am Spielfeldrand der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Süd.



Schrauder ist nur eine von vielen Personalien. Mit dem bosnischen Nationalspieler Suad Sutic (25, Center), dem sechsfachen australischen Meister Kim Robins (25, Power Forward) und dem schottischen Jugendnationalspieler David Ion (18, Center) gehören drei Ausländer zum neuen Stammpersonal des USC München I.



Zwei ehemalige deutsche Nationalspieler sind nach einem Jahr zum USC zurückgekehrt und sollen die Führung übernehmen: Center Ben Döring (35) als Kapitän und Spielmacherin Nu Nguyen (44) als Teammanagerin. Ein weiterer Zugang ist die 21-jährige Lisa Nothelfer, die beim USC zur Nationalspielerin werden will. Spätestens zur Winterpause soll ein zusätzlicher Akteur zum USC kommen – den Namen will der Verein noch nicht bekannt geben: „Ein echter Kracher, aber leider aufgrund seines Jobs nicht für die ersten Begegnungen verfügbar“, bedauert Schadt. Bei aller Professionalität, die die Rollstuhlbasketball-Branche anstrebt – Sponsoren oder ein berufliches Standbein brauchen auch die Spitzensportler des USC München.



Verzichten muss Schadt künftig auf seinen ehemaligen Top-Scorer Florian Mach, der zum Lokalrivalen RBB München wechselte, und Playmaker Kaspars Turks, der aus gesundheitlichen Gründen pausieren muss. Dennoch glaubt Schadt, dass sein Team stärker ist als in der abgelaufenen Saison, an dessen Ende Platz 5 von acht Mannschaften herauskam: „Wir haben bereits im Frühjahr damit begonnen, den aktuellen Kader zusammenzustellen. Diese Truppe hat Charakter und Perspektive.“ Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wolle man künftig bedingungslos auf Teamplayer statt auf einige wenige Stars setzen: „Die Zeit der Kompromisse muss beim USC vorbei sein“, betont Schadt.



Zwei Kooperationen mit der Technischen Universität München (TUM) – den Instituten Trainingswissenschaft und Sportinformatik (Professor Dr. Martin Lames) sowie Prävention, Rehabilitation und Behindertensport (Dr. Christiane Peters) – werden es dem USC München ermöglichen, Leistungsdiagnostik und Video-/Taktikanalysen einzuführen. So etwas gibt es bei kaum einem anderen deutschen Rollstuhlbasketballverein. Dabei gibt es laut Schadt viele Gründe, dieses Neuland zu betreten: „Auch in unserer Szene sollte es nicht mehr nur auf das Wissen, die Erfahrung und das Bauchgefühl der Übungsleiter ankommen. Ohne Laptop und belastbare Daten funktioniert heute kein Spitzensport mehr.“



Bereits vor einem halben Jahr hat der USC München angekündigt, wieder in die 1. Bundesliga zurück zu wollen. Deutschlands immer noch erfolgreichster Rollstuhlsportverein hatte zuletzt auf einen Start in der höchsten Liga verzichtet, um sich neu zu organisieren. Ob es bereits in der kommenden Saison mit dem Aufstieg klappt, will der Cheftrainer nicht versprechen: „Auf uns wartet die stärkste 2. Bundesliga aller Zeiten.“ Mit dem Bundesliga-Absteiger Heidelberg, den beiden ehrgeizigen Aufsteigern RBB München und Wiesbaden und dem Vizemeister Sabres Ulm gibt es neben dem USC München vier Konkurrenten, die sich verstärkt haben und nach ganz oben möchten. Zum Duell gegen die Wiesbadener Rhine River Rhinos kommt es bereits am ersten Heimspieltag des USC München am Samstag, 11. Oktober, in der Säbenerhalle.



Diese Pressemitteilung wurde veröffentlicht von:
Astrid Unterreiner
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