Diese Pressemitteilung wurde am Montag, 02. März 2015 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 03.03.2015
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Im August 2014 rief ein unbekannter Täter bei einer 76-jährigen Frau an und gab sich als Mitarbeiter der Rechtsabteilung der Deutschen Rentenversicherung aus.


Der freundliche Anrufer erklärte der Geschädigten, dass sie seit 2009 die monatlichen Beiträge nicht gezahlt habe und deshalb ein richterlicher Pfändungsbeschluss für ihre Rente eingegangen sei. Des Weiteren habe sie durch telefonische Vertragsabschlüsse in den Jahren 2007, 2008 und 2009 mit einer nicht namentlich bekannten Firma im Ausland gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen.

Die von der 76-Jährigen geäußerten Zweifel über einen Vertragsabschluss, sie habe keinerlei Schriftverkehr mit einer derartigen Firma, zerstreute der Anrufer mit dem Hinweis, dass nach dem AGB der Gesellschaft keine Mahnung oder ähnliches versandt würde und die Kündigung nur über das Internet möglich sei. Zu den datenschutzrechtlichen Verstößen gab er an, dass die Aufzeichnungen der Gespräche vorlagen und bereits gerichtlich geprüft seien.

Der Unbekannte unterbreitete die Möglichkeit einer außerordentlichen Einigung. Die Rentnerin hob daraufhin Geld von ihrer Bank ab und überwies das Geld per Western Union, später auch über Money Gram nach Thailand.

Der Unbekannte rief in der Folgezeit wiederholt an und konnte die Geschädigte letztlich zu insgesamt 19 Überweisungen in Höhe von mehreren 10.000 Euro überreden. In einem Fall wurde die Geschädigte an einen Mitarbeiter des Amtsgerichts Hamburg weiterverbunden, der ihr ins Gewissen redete.

Da die 76-Jährige nicht genügend Geld hatte, nahm sie einen Kredit bei einer Bank auf, die ihr vom Unbekannten empfohlen wurde. Als der Frau aufgrund gewissen Aussagen des Anrufers die Sache komisch vorkam, fragte sie von sich aus bei der Deutschen Rentenversicherung nach und musste feststellen, dass sie einem Betrug zum Opfer fiel.

Als Rufnummer der Täteranrufe wurde immer eine Nummer der Deutschen Rentenversicherung angezeigt, die offensichtlich über das Call-ID-Spoofing vorgetäuscht wurde.

Präventionshinweis:
- Seien Sie bei Anrufen stets skeptisch.
- Behörden bzw. die Deutsche Rentenversicherung werden Sie nicht auf diese Art und Weise kontaktieren.
- Vergewissern Sie sich stets beim Vertragspartner über die Richtigkeit der am Telefon gemachten Angaben.
- Rufen Sie sofort bei Ungereimtheiten die Polizei.

 

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