Diese Pressemitteilung wurde am Donnerstag, 19. März 2015 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 20.03.2015
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Am Samstag, 14.03.2015, betrat ein Mann, der sich „Guazzo“ nannte, einen Luxus-Handy-Laden in der Maximilianstraße und erwarb dort ein Mobiltelefon im Wert von 5.225,00 Euro.

Für die Bezahlung übermittelte der Mann der Verkäuferin per Whats-App die Kartendaten und legte ihr zur Legitimation eine italienische Carta d´identitá vor.

Wenig später nahm „Guazzo“ erneut per Whats-App Kontakt mit der Verkäuferin auf und erklärte, dass er noch weitere 5 Handys kaufen wolle. Hierzu übermittelte er erneut per Whats-App die Daten einer anderen Kreditkarte, mit welcher insgesamt 5 Mobiltelefone im Gesamtwert von 37.880,00 Euro bezahlt werden sollten.

Laut „Guazzo“ sollten die Handys von einem Salvatore BORELLI abgeholt werden.

Da dem Verkaufspersonal diese Vorgehensweise nun doch seltsam vorkam, wandten sie sich hilfesuchend an die Polizei.

Anhand der beim Einkauf angefertigten Kopie des italienischen Ausweises wurde festgestellt, dass es sich um eine Fälschung handelte. Hinsichtlich der Kreditkartendaten konnte ermittelt werden, dass diese bei einem namentlich noch nicht bekannten italienischen Geschädigten ausgespäht worden waren.

Am Dienstag, 17.03.2015, um 14.00 Uhr, betrat dann tatsächlich ein 29-jähriger Mann mit einer gefälschten italienischen ID-Card, ausgestellt auf Salvatore BORELLI, das Luxusgeschäft, um die 5 Handys abzuholen. Dabei erfolgte die Festnahme durch die bereits postierten Beamten der Polizeiinspektion 11 (Altstadt).

Bei der anschließenden Vernehmung erging sich der 29-jährige Italiener in Ausflüchte und führte den üblichen großen Unbekannten an. Er sei lediglich als unwissender Bote missbraucht worden und habe auch geglaubt, dass die Vorlage eines auf andere Personalien ausgestellten Ausweises lediglich aus steuerlichen Gründen erfolgen sollte.

Während der Vernehmung wurde der Tatverdächtige plötzlich ohnmächtig. Der sofort alarmierte Notarzt ordnete die Verbringung des 29-Jährigen in ein Krankenhaus an, wo allerdings eine Erkrankung nicht festgestellt werden konnte. Stattdessen wurde die Haftfähigkeit bescheinigt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter Haftbefehl.

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