Diese Pressemitteilung wurde am Mittwoch, 20. April 2016 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 20.04.2016
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
-siehe 1. Nachtrag vom 19.04.2016, Ziff. 702

Wie bereits berichtet, kam es am gestrigen Dienstag, 19.04.2016, kurz nach 18.00 Uhr, in München-Schwabing, zu einem versuchten Tötungsdelikt mit damit verbundenem polizeilichen Schusswaffengebrauch.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand trafen offenbar zufällig ein 40-jähriger Iraker, seine 24-jährige getrennt lebende syrische Ehefrau, sowie deren neuer Lebensgefährte, ein 24-jähriger Syrer aufeinander. Sie hatten getrennt voneinander einen vereinbarten Termin bei einer Gutachterin, bei dem es sich um ein Sorgerechtsverfahren der beiden gemeinsamen Kinder handelte.

Bei diesem Zusammentreffen kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung, weshalb zu diesem Zeitpunkt durch die 24-jährige Frau die Polizei verständigt wurde.

Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung schoss der 40-jährige Tatverdächtige mit einem mitgeführten Revoler, den er illegal im Besitz hatte, auf den 24-jährigen Geschädigten.

Gleichzeitig bzw. kurz davor trafen erste Polizeikräfte am Tatort ein. Es kam zur Unterbindung der weiteren Tatausführung und zur Schussabgabe durch die Polizei auf den Tatverdächtigen, der hierbei am rechten Oberschenkel verletzt wurde.

Passanten und Erstzugriffskräfte versorgten den 24-jährigen Geschädigten, der zur stationären Behandlung in ein Münchner Krankenhaus kam.

Der Tatverdächtige hielt sich nun knapp drei Stunden lang ständig die Waffen an den Kopf und drohte, sich selbst das Leben zu nehmen. Trotz ständigem Kontakt von Seiten der Polizei war der 40-Jährige nicht zum Aufgeben zu bewegen.

Gegen 21.00 Uhr gelang es den verständigten Polizeikräften der Spezialeinheiten Südbayern den Mann zu überwältigen.
Er kam aufgrund der Schussverletzung zur stationären Behandlung ebenfalls in ein Münchner Krankenhaus.

Der Sachverhalt, insbesondere die genau zeitliche Einordnung, bedarf noch eingehender kriminalpolizeilicher Ermittlungen. Diese werde durch das Bayerische Landeskriminalamt (SG 131), hinsichtlich des polizeilichen Schusswaffengebrauchs und durch die Mordkommission München (K 11), hinsichtlich des versuchten Tötungsdeliktes geführt.

Laut erster Einschätzung von Seiten des sachleitenden Staatsanwaltes bestehen an der Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauches keine Zweifel.

Die Staatsanwaltschaft München I wird Haftbefehl gegen den 40-jährigen Iraker wegen versuchten Mordes beantragen.

Weitere Einzelheiten können zum aktuellen Ermittlungsstand nicht veröffentlicht werden.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, insbesondere Anwohner, die Beobachtungen im Zusammenhang mit dem versuchten Tötungsdelikt sowie dem polizeilichen Schusswaffengebrauch gemacht haben, werden gebeten sich bei der Mordkommision München (K11), unter 089/2910-0,oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

 

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