Diese Pressemitteilung wurde am Montag, 25. Juli 2016 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 25.07.2016
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
-siehe Nachträge vom 22.07.2016, Ziff. 1278, 1279, 1280, 1281, 1282
-Pressebericht vom 23.07.2016, Ziff. 1283
-Nachtrag vom 23.07.2016, Ziff. 1284
-Nachtrag vom 24.07.2016, Ziff. 1292

Wie bereits berichtet wurde am Sonntag, 24.07.16, gegen 19.15 Uhr, von Kräften des Sondereinsatzkommandos eine Wohnung im Münchner Stadtteil Laim auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München I betreten.

In der Wohnung wurde ein 16-jähriger Afghane festgenommen.
Bei der Person handelt es sich um einen Jugendlichen, der in einer freundschaftlichen Beziehung zu dem toten 18-jährigen deutsch-iranischen Amokschützen stand.

Der 16-Jährige meldete sich bereits am Freitag unmittelbar nach dem Amoklauf bei der Polizei und wurde in Bezug auf seine Beziehung zum Täter vernommen.

Die durchgeführten kriminalpolizeilichen Ermittlungen deckten jedoch Widersprüche in seinen Aussagen auf. Es gibt Anhaltspunkte, die darauf hinweisen, dass der 16-Jährige zum Zwecke der Verdunkelung einen Whats-App Chatverlauf mit dem Amoktäter unmittelbar nach der Tat gelöscht hatte. Aus dem wiederhergestellten Chatverlauf geht hervor, dass der 16-Jährige Wissen bezüglich der beim Täter sichergestellten Waffe „Glock“ sowie über deren Beschaffung im Darknet hatte. Außerdem hatte er seinen 18-jährigen Bekannten noch unmittelbar vor der Tat um 16.00 Uhr im Bereich des Tatorts getroffen.

Aus diesen Gründen ist davon auszugehen, dass der 16-Jährige zwar nicht an der Tatausführung beteiligt war, aber möglicherweise von dem geplanten Amoklauf wusste.

Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt aus diesem Grund gegen den Jugendlichen wegen des Verdachts der Nichtanzeige einer geplanten Straftat nach §138 StGB.

Inwieweit die festgenommene Person für einen Facebook-Aufruf zu einem Treffen in einem Kinokomplex in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofes verantwortlich ist, konnte durch die kriminalpolizeilichen Ermittlungen noch nicht abschließend geklärt werden.

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