Diese Pressemitteilung wurde am Sonntag, 16. Oktober 2016 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 16.10.2016
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
- siehe auch Presseberichtsnachtrag Nr. 1857 v. 14.10.2016

Wie bereits berichtet, ereignete sich am Freitagnachmittag, 14.10.2016, um 15.55 Uhr, ein folgenschwerer Unfall an der Kreuzung Nymphenburger Straße / Landshuter Allee. Ein 86-jähriger Rentner aus München befuhr mit seinem Pkw Mercedes, E-Klasse, die Nymphenburger Straße in Richtung Westen. Aufgrund hohen Verkehrsaufkommens staute es sich an der Ampelanlage vor der Kreuzung mit der Landshuter Allee auf den beiden Geradeausfahrstreifen und auf dem Rechtsab-biegefahrstreifen.
Der 86-Jährige fuhr aus bislang ungeklärter Ursache ungebremst auf den Ford-Fiesta einer 25-jährigen Angestellten aus München auf, woraufhin deren Pkw auf die gegenüberliegende Fahrbahn geschleudert wurde und dort entgegen der Fahrtrichtung zum Liegen kam. Im weiteren Verlauf stieß der Mercedes gegen weitere stehende Fahrzeuge und schob diese auf- und gegeneinander. Durch umherfliegende Teile wurde zudem ein ordnungsgemäß geparkter Pkw beschädigt.
Durch den Verkehrsunfall wurde die 25-jährige Angestellte so schwer verletzt, dass sie trotz sofort durchgeführter Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle verstarb.
Der Unfallverursacher wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Münchner Krankenhaus gebracht, seine 84-jährige Ehefrau erlitt ebenfalls schwere Verletzungen, die in einer Klinik behandelt werden müssen.
Sieben weitere Personen erlitten jeweils leichte Verletzungen, die teilweise ambulant in einer Klinik, teilweise ambulant vor Ort behandelt werden mussten.

Neben dem Fahrzeug des Rentners waren weitere 14 Fahrzeuge in den Unfall verwickelt, wobei sieben davon so schwer beschädigt wurden, dass sie abgeschleppt werden mussten.

Noch immer ist völlig ungeklärt, mit welcher Geschwindigkeit und aus welcher Ursache der 86-Jährige ungebremst auf das Stauende auffuhr.

Die Staatsanwaltschaft München gab ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag.
Der entstandene Sachschaden kann derzeit nicht abgeschätzt werden.
Die Berufsfeuerwehr München und die Straßenreinigung der Landeshauptstadt München wurden zur Räumung und Säuberung der Unfallstelle in die Nymphenburger Straße beordert.
Es kam zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen. Im Rahmen der Unfallaufnahme musste zunächst die Landshuter Allee ab der Donnersberger Brücke in nördliche Fahrtrichtung für ca. eine Stunde gesperrt werden. Des Weiteren wurde die Nymphenburger Straße in beiden Fahrtrichtungen im Bereich zwischen der Landshuter Allee und der Lazarettstraße bis 23.30 Uhr gesperrt. Der Verkehr wurde durch Kräfte der Polizei abgeleitet.

Die Ermittlungen des Unfallkommandos dauern an.

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