Diese Pressemitteilung wurde am Donnerstag, 24. November 2016 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 24.11.2016
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Taschendiebstahl hat sich als allgegenwärtiges Phänomen festgesetzt, welches Kriminalitätszahlen in die Höhe treibt und das Sicherheitsgefühl der Menschen in ganz Europa beeinträchtigt. Obwohl Taschendiebstahl teilweise noch immer als Bagatelldelikt eingestuft wird, ist ein großer Teil der Taten das Werk hochprofessioneller Banden. Diese nutzen ihre hohe Mobilität, auch über Landesgrenzen hinweg, um altbewährte polizeiliche Herangehensweisen auszuhebeln. Die Behörden müssen sich heute mehr denn je auf internationaler Ebene koordinieren und zusammenarbeiten. Der Fokus der Ermittlungen muss hierbei auf den Bandenstrukturen der Täter liegen, insbesondere auf den Anführern und Logistikern. Außerdem sind Finanzermittlungen unerlässlich, um die Drahtzieher, welche von dieser Kriminalitätsform profitieren, zu identifizieren und deren illegal erlangten Gewinne und Vermögen abzuschöpfen.

Als eine Folgeveranstaltung zu vorhergehenden Konferenzen war Europol im niederländischen Den Haag vom 15. bis zum 17. November 2016 erneut Gastgeber der European Pickpocketing Conference, welche durch das Polizeipräsidium München geplant, organisiert und geleitet wurde. 150 Experten aus den Bereichen Polizei, Staatsanwaltschaft, Hochschulen und dem privaten Sektor sowie Europol, nahmen an der Veranstaltung teil. Sie kamen aus den folgenden 20 Ländern: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, Schweiz, Tschechische Republik und Vereinigtes Königreich.

Im Zuge der gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung organisierten Taschendiebstahls tauschten die Teilnehmer Erfahrungen aus, welche sie im Rahmen von Ermittlungen gegen reisende Diebesbanden in ihren jeweiligen Ländern gesammelt haben.
Mehrere Projekte und Ermittlungsverfahren wurden vorgestellt, welche zeigten, dass enge Zusammenarbeit zwischen betroffenen europäischen Staaten nicht nur notwendig ist, sondern auch konkrete Erfolge mit sich bringt. Ebenfalls wurde bei mehreren themenspezifischen Workshops Fachwissen zum Thema Taschendiebstahl vertieft. Neben diesem theoretischen Wissenstransfer hatten auch einige Fahnder die Gelegenheit, an einem praktischen Workshop in Amsterdams belebter Innenstadt teilzunehmen. Bei dem Einsatz gelang es den internationalen Teilnehmern zusammen mit örtlichen Fahndern fünf Taschendiebe festzunehmen.

Ziel der Konferenz war es, eine noch stärkere internationale Zusammenarbeit zu erreichen. Alle Teilnehmer stimmten zu, bestehende Netzwerke zu verstärken, um sich gegenseitig bei Projekten, Ermittlungsverfahren und im Einsatz, sowie bei der Erarbeitung strategischer Konzepte zu unterstützen.

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