Diese Pressemitteilung wurde am Montag, 23. Juli 2018 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 23.07.2018
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Zur Verbesserung der Sicherheit des Radverkehrs führt das Polizeipräsidium München, wie in der Pressekonferenz vom 11.05.2018 angekündigt, seit Beginn der Fahrradsaison die Kampagne „Gscheid radln - aufeinander achten“ durch. Wie wichtig die Verkehrssicherheitsarbeit hinsichtlich des Radverkehrs ist, verdeutlichten jüngst veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Im vergangenen Jahr starben 382 Radlerinnen und Radler auf Deutschlands Straßen -jeder achte Verkehrstote und jeder fünfte Verletzte im Straßenverkehr ist ein Radfahrer.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München ereigneten sich im Jahr 2017 insgesamt 2.862 Radfahrerunfälle. Dabei wurden 2.552 Radfahrer verletzt, 310 davon schwer. Fünf Radfahrer wurden bei Verkehrsunfällen getötet.

Die häufigste Unfallursache bei Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Radfahrern ist der Fehler beim Abbiegen. Hierunter fallen vor allem Unfälle, bei denen Pkw- oder Lkw-Fahrer beim Rechtsabbiegen den in gleicher Richtung fahrenden Radfahrer übersehen. Etwa jeder siebte Radunfall geschieht auf diese Weise.

Vor allem bei rechtsabbiegenden Lkw spielen Sichteinschränkungen eine entscheidende Rolle. Drei der fünf im Jahr 2017 in München getöteten Radfahrer gerieten in die Tote-Winkel-Bereiche der Lkw. Im Jahr 2016 starben in diesem Zusammenhang eine Radfahrerin, eine Fußgängerin und eine Inline-Skaterin.

Um die Münchner Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren des sogenannten „Toten Winkels“ aufmerksam zu machen, die Verkehrssicherheit von Fahrradfahrenden zu erhöhen und das Unfallaufkommen im Zusammenhang mit sogenannten „Rechtsabbiegeunfällen“ zu reduzieren, führt das Polizeipräsidium München noch bis 27.07.2018 verstärkte Schwerpunktkontrollen durch.

An von Radfahrern stark frequentierten Kreuzungen und Einmündungen finden im Aktionszeitraum Kontrollen durch zivile und uniformierte Beamte statt, wobei ein besonderes Augenmerk auf Rechtsabbiegevorgänge gelegt wird.

Fahrer von Kraftfahrzeugen, Radfahrer und Fußgänger werden bei den Kontrollen auf Gefahrensituationen aufmerksam gemacht und erhalten bei Gesprächen mit den Beamten Verhaltenshinweise, wie sie zukünftig solche Situationen vermeiden können. 

Festgestellte Verstöße werden vor allem bei einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer konsequent geahndet.

Abzubiegen, ohne einen in gleicher Richtung fahrenden Radfahrer durchfahren zu lassen kann gemäß Tatbestandskatalog mit einer Verwarnung von mindestens 20 Euro geahndet werden. Im Falle einer Gefährdung andere, ist sogar ein Bußgeld möglich.

Die Münchner Polizei rät allen Verkehrsteilnehmern:

- Denken Sie im Bereich von Kreuzungen und Einmündungen an die
Gefahren des „Toten Winkels“!

- Denken Sie als Kraftfahrer beim Rechtsabbiegen an den sogenannten
Schulterblick und fahren Sie vorsichtig und umsichtig in den
Kreuzungsbereich ein! Tasten Sie sich gegebenenfalls langsam voran!

- Suchen Sie als Radfahrer Blickkontakt zu den Fahrern von
rechtsabbiegenden Fahrzeugen und stellen Sie so sicher, dass Sie
wahrgenommen wurden!

- Verzichten Sie lieber auf Ihr Vorrecht, wenn Sie nicht sicher sind, dass
Sie der Fahrer gesehen hat!

In diesem Zusammenhang besteht für Medienvertreter am

Donnerstag, 26.07.2018, von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
in der Arnuflstraße/Ecke Paul-Heyse-Unterführung

die Möglichkeit diese Aktion zu begleiten und direkt O-Töne zu dem Thema zu bekommen. Wir bitten darum einen gültigen Presseausweis mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen.

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