Diese Pressemitteilung wurde am Sonntag, 12. Januar 2014 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Polizeibericht München vom 12.01.2014
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
>Am 05.01.2014, hörte ein Polizeibeamter der PI 15 (Sendling) auffällige Geräusche aus einer Wohnung in der Attenkoferstrasse in Mittersendling, die sich unter seiner Wohnung befindet. Der Beamte wusste, dass sein Nachbar momentan im Krankenhaus sein müsste. Er sah daraufhin, dass 2 Frauen und 2 Männer verschiedene Gegenstände in den Mazda-Pkw seines Nachbarn einluden und wegfuhren.

Er rief im Krankenhaus an. Er erfuhr, dass sein Nachbar am 04.01.2014 dort verstorben war. Der Beamte nahm weitere Ermittlungen auf und entdeckte, dass nicht nur der Mazda-Pkw, sondern auch ein Mercedes-Cabrio seines Nachbarn aus der Tiefgarage entfernt waren.

Ein Abgleich bei der Zulassungsstelle ergab, dass der Mazda am 07.01.2014 auf eine andere Person umgemeldet und das Cabrio stillgelegt wurde.

Nun wurden in die Ermittlungen weitere Kollegen der PI 15 eingebunden.

Im Krankenhaus hatte der Verstorbene eine 50-jährige Münchnerin als Kontaktperson angegeben. Ihr 27-jähriger Sohn war der neue Halter des Mazda.

Am 07.01.2014, um 21.45 Uhr bemerkte der Polizeibeamte erneute Besucher in der Wohnung seines verstorbenen Nachbarn. Er alarmierte seine Kollegen, die daraufhin in der Wohnung die 50-Jährige, deren 20-jährige Tochter und einen 34-jährigen Kroaten antrafen. Der Kroate führte 5.000 Euro Bargeld, eine nicht unterschriebene Vollmacht für alle Bankkonten des Verstorbenen sowie seinen Personalausweis mit sich.

Die 3 Personen wurden festgenommen und zur Polizeiinspektion 15 gebracht. Der zuständige Staatsanwalt ordnete eine Durchsuchung der Wohnung der 50-Jährigen, in der auch ihre Tochter wohnt, an. Diese Durchsuchung fand am 07.01.2014 statt. Dort wurde ein Dokument für eine Auszahlung von 29.000 Euro von dem Konto des Verstorbenen aufgefunden. Die Unterschrift des Kontoinhabers fehlte.

Des Weiteren wurden verschiedene Schlüssel für die Wohnung des Verstorbenen in der durchsuchten Wohnung sichergestellt. Die 50-Jährige gab an, mit dem Verstorbenen verlobt gewesen zu sein. Es ergaben sich bislang keine Hinweise auf ein Testament, dass die Münchnerin begünstigen würde. Bei dem Sohn der Münchnerin wurde ebenfalls eine Wohnungsdurchsuchung angeordnet. Die beiden Fahrzeuge des Verstorbenen mit den entsprechenden Zulassungspapieren wurden bei dem 27-Jährigen sichergestellt. Der Münchner wurde ebenfalls festgenommen und die Fahrzeuge kamen in die Verwahrstelle der Polizei.

Die Beschuldigten wurden wegen Diebstahl, dem betrügerischem Erlangen von Kraftfahrzeugen und dem Betrug mittels rechtswidrig erlangter Debitkarten angezeigt.

Nach ihren Vernehmungen wurden sie auf Anordnung des zuständigen Staatsanwalts wieder entlassen. Die Ermittlungen des Kommissariats 54 dauern an. Das Nachlassgericht München wurde über den gesamten Sachverhalt informiert.

Nur durch die Initiative des Beamten PI 15 konnte die bereits begonnene widerrechtliche Übertragung eines Nachlasses unterbunden werden.

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