Diese Pressemitteilung wurde am Donnerstag, 04. Juli 2019 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 04.07.2019
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Das Bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (BayPsychKHG) regelt die Voraussetzungen und die Gestaltung der öffentlich-rechtlichen Unterbringung psychisch kranker Menschen. Auch die Polizei ist in Einsatzsituationen immer wieder mit Menschen konfrontiert, die sich in psychiatrischen Ausnahmesituationen befinden. Das BayPsychKHG gibt vor, dass bei einer Gefährdung, vor Anordnung einer Einweisung, ein Krisendienst hinzugezogen werden soll.

Gemeinsam mit dem Krisendienst Psychiatrie für Oberbayern erarbeiteten die Polizeipräsidien München, Oberbayern Nord und Süd eine Vereinbarung, die die Hinzuziehung des Krisendienstes regelt. Ziel ist es, zu deeskalieren sowie rasch fachgerechte psychiatrische Hilfe zu vermitteln, dadurch Unterbringungen zu vermeiden und so eine zentrale Vorgabe des BayPsychKHG umzusetzen.

Am Donnerstag, 04.07.2019 unterzeichnete Polizeivizepräsident Norbert Radmacher für das Polizeipräsidium München die Vereinbarung mit dem Krisendienst Psychiatrie für Oberbayern. Außerdem unterzeichneten Leitende Polizeidirektorin Eva Schichl (Polizeipräsidium Oberbayern Süd), Polizeivizepräsident Roland Kerscher (Polizeipräsidium Oberbayern Nord) sowie Josef Mederer (Verwaltungsvorsitzender der Kliniken des Bezirks Oberbayern), Martin Spuckti (Vorstandsvorsitzender der Kliniken des Bezirks Oberbayern) und Karin Majewski (Paritätischer Wohlfahrtsverband, Bezirksverband Oberbayern). Durch die Kooperationsvereinbarung wird dem gemeinsamen Bestreben Ausdruck verliehen, Bürgerinnen und Bürger in psychischen Krisen fachliche Hilfestellung zukommen zu lassen.

Einsatzkräfte der Polizei können sich direkt an den Krisendienst Psychiatrie wenden, um dessen Expertise einzuholen beziehungsweise in Absprache mit der betroffenen Person eine erste qualifizierte Betreuung in die Wege zu leiten. Der Krisendienst kann jederzeit sowohl telefonisch, als auch zur Betreuung vor Ort hinzugezogen werden. So können zumindest ein Teil solcher Polizeieinsätze abgekürzt und Einweisungen in Einzelfällen ganz vermieden werden.

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