Diese Pressemitteilung wurde am Sonntag, 27. Oktober 2019 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 27.10.2019
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Seit Mitte des Jahres 2019 werden beim Kommissariat 84 (Betäubungsmittel-/Rezeptdelikte) intensive Ermittlungen wegen Erschleichen von Betäubungsmittel-verschreibungen und Handel mit Arzneimitteln geführt.

Der Verdächtige war bereits in 166 Fällen auffällig geworden. Der Ermittlungskomplex wurde der Staatsanwaltschaft München I zur Erwirkung von Durchsuchungsbeschlüssen und der Prüfung eines Haftbefehls vorgelegt. Eine Entscheidung stand unmittelbar bevor.

Am 24.10.2019 wurde der verdächtige 62-Jährige von Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Freising einer Verkehrskontrolle unterzogen. Bei der Kontrolle wurde zunächst festgestellt, dass er nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis war. Aufgrund von Verdachtsmomenten wurde der von ihm benutzte Pkw Honda durchsucht. Dabei konnten in einer Tasche 60 Fentanylpflaster sichergestellt werden. Es handelt sich um Schmerzmittel, die durch ein Pflaster auf der Haut aufgetragen werden.

Den Nachweis eines legalen Besitzes dieser Arzneimittel konnte der Verdächtige nicht erbringen. Die Wirkstoffmenge der sichergestellten Arzneimittel übersteigt den Wert einer nicht geringen Menge um mehr als das 10-Fache.

Die Verkehrspolizei Freising nahm daraufhin Kontakt mit der bereits ermittelnden Kriminalpolizei in München auf. Das Kommissariat 84 leitete umgehend weitere Maßnahmen ein.

Es folgten Durchsuchungen mehrerer Wohnungen, wobei weitere Betäubungsmittel aufgefunden wurden. Bargeld im Wert von mehreren Tausend Euro wurde beschlagnahmt, da der dringende Verdacht besteht, dass das Geld aus dem Handel mit Arzneimittel stammt. Darüber hinaus wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München I der Pkw des 62-Jährigen als Tatmittel beschlagnahmt.

Der Verdächtige macht zu den Tatvorwürfen keine schriftlichen Angaben. Er verfügt in Deutschland über keinen festen Wohnsitz. Nach Sicherstellung von Blut-/Haar- und Urinproben im Institut für Rechtsmedizin wurde er der Haftanstalt beim Polizeipräsidium München überstellt und anschließend dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Mit richterlichem Beschluss wurde der 62-Jährige der Justizvollzugsanstalt Stadelheim übergeben.

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