Diese Pressemitteilung wurde am Sonntag, 09. Februar 2020 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 09.02.2020
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Mehrere bislang unbekannte Täter hatten bereits seit Mitte Januar 2020 wiederholt fernmündlich Kontakt mit einer Rentnerin aus der Gemeinde Schäftlarn im Landkreis München.

Sie gaben sich als Polizeibeamte aus und teilten ihr mit, dass bei festgenommenen Einbrechern Kontoauszüge mit ihrem Namen aufgefunden wurden.

Durch geschickte Gesprächsführung erlangten die Anrufer somit einen Überblick über die Vermögensverhältnisse der Seniorin.

Sie wurde in der Folgezeit zweimal dazu bewegt, hohe Geldbeträge von Sparkonten abzuheben. Auf Anweisung deponierte sie das Bargeld jeweils vor ihrem Wohnanwesen. Von dort aus wurde es offensichtlich von den Tätern abgeholt.

Die Frau wurde auch von den Tätern beauftragt, sogenannte Cashcards im Gegenwert von mehreren tausend Euro zu erwerben.

Die jeweiligen Codes gab sie weiter.

Am Mittwoch, 05.02.2020 nahmen die Täter wieder Kontakt zu der Geschädigten auf. Daraufhin übergab sie ihre EC-Karte und Silberschmuck an einen angekündigten Abholer.

Am nächsten Tag informierte die Geschädigte die Einsatzzentrale der Polizei München.

Es entstand ein Gesamtschaden im fünfstelligen Bereich.


Die spezielle für diese und ähnlich gelagerte Betrugsmasche eingerichtete AG Phänomene hat in diesem Fall die Ermittlungen übernommen.


Warnhinweis:

Die Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang dringend davor, angeblichen Verwandten, die sich lediglich telefonisch melden, für etwaige Investitionen Geldbeträge zur Verfügung zu stellen. Die Angerufenen sollten unbedingt Rücksprache mit Vertrauenspersonen halten bzw. sich direkt an die Polizei wenden.
Die Tipps Ihrer Münchner Polizei:
• Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen.
• Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
• Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
• Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
• Ändern Sie Ihren Eintrag im Telefonbuch, indem Sie Ihren Vornamen abkürzen.
• Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110.

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