Diese Pressemitteilung wurde am Mittwoch, 25. November 2020 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 25.11.2020
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
-siehe Pressebericht vom 25.09.2020, Ziffer 1496-

Wie bereits berichtet, nahmen Beamte der Münchner Polizei am Donnerstag, 24.09.2020, einen 22-Jährigen aus dem Landkreis Günzburg und einen 21-jährigen Augsburger fest. Die beiden waren dringend verdächtig, im Stadtteil Ludwigsvorstadt Bargeld in Höhe von mehreren tausend Euro von einer über 70-jährigen Münchnerin abholen zu wollen. Diese war zuvor von falschen Polizeibeamten angerufen worden und mit der üblichen Betrugsmasche zur Übergabe des Geldes gebracht worden. Damals wurden durch die Staatsanwaltschaft München I Haftanträge gestellt, die durch den Ermittlungsrichter erlassen wurden. Seitdem sitzen die Männer in Untersuchungshaft.

Die weiteren umfangreichen Ermittlungen wurden durch die AG Phänomene beim Kriminalfachdezernat 3 des Polizeipräsidiums München übernommen.

Bei den weiteren Ermittlungen konnten zusätzliche Fälle im südbayerischen Raum und in Baden-Württemberg festgestellt werden, die ihnen zur Last gelegt werden. Teilweise gelangten die Taten erst durch die Ermittlungen zur Anzeige, da die Opfer weiterhin in der Annahme waren, mit der richtigen Polizei zusammengearbeitet zu haben oder weil sie sich schämten die Taten anzuzeigen.

Bei den umfangreichen Ermittlungen konnten nun vier weitere Tatverdächtige (drei Augsburger im Alter zwischen 22 und 27 Jahren und ein 25-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Aichach-Friedberg) ermittelt werden. Der sechsköpfigen Abholer-Bande können derzeit über zehn Taten beweiskräftig zur Last gelegt werden, bei denen ein Vermögensschaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro entstanden ist.

Die Ermittler durchsuchten nun weitere Objekte im Augsburger Raum und nahmen am Dienstag, 24.11.2020 die vier weiteren Tatverdächtigen fest. Gegen drei der Männer beantragte die Staatsanwaltschaft München I bereits Haftbefehle. Beim Vierten werden derzeit noch Haftgründe geprüft.

Die AG Phänomene setzt die umfangreichen Ermittlungen fort.

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