Diese Pressemitteilung wurde am Dienstag, 25. Februar 2014 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 25.02.2014
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Warnmeldung:
Straftäter machen sich derzeit die Unwissenheit der Bürger im Bezug auf die SEPA-Umstellung zu Nutzen. Zuerst werden Zugangsdaten zum Online-Banking ausgespäht, dann erlangen die Kriminellen durch vorgetäuschte Serviceanrufe beim Geschädigten die notwendigen Transaktionsnummern (TAN).

Anfang Februar 2014 brachte ein Geschädigter bei einer Münchner Polizeiinspektion folgenden Sachverhalt zur Anzeige:

Er erhielt Ende Januar 2014 von einem bislang unbekannten Täter eine Email, welche den Anschein hatte von einem Berliner Bankhaus zu stammen. Darin wurde über die SEPA-Umstellung informiert. Weiterhin enthielt die Email einen Link, welcher zu einem angeblichen Formular der Bank führte, dessen Befüllung zur SEPA-Umstellung des Kontos notwendig sei.
Das Formular wurde vom Geschädigten mit seinen persönlichen Kontaktdaten, der Kontonummer und Bankleitzahl, Name des Instituts und seiner PIN befüllt und online abgeschickt.
Dadurch gelangten die Täter in den Besitz der Zugangsdaten zum Onlinebanking des Geschädigten.

Kurz nach Abschicken des Formulars erhielt der Geschädigte von einer Unbekannten einen Anruf. Diese gab sich als Mitarbeiterin des Kreditinstituts des Geschädigten aus und erklärte, daß neben dessen Konto auch der TAN-Generator auf SEPA umgestellt werden müsse. Mit diesem Gerät werden im Regelfall Transaktionsnummern über den Flicker-Code am Bildschirm im Onlinebanking für Onlineüberweisung erstellt.

Die Anruferin forderte den Geschädigten auf, seine EC-Karte in den TAN-Generator zu stecken und einen Startcode einzutippen. Danach sollte er den erhaltenen Bestätigungs-Code an die Anruferin mitteilen, damit diese die erfolgreiche SEPA-Umstellung bestätigen könne.

Durch die Eingabe des angeblichen Startcodes (in Wahrheit handelte es sich um spanische Kontodaten) in den TAN-Generator wurde allerdings eine TAN generiert, welche die Täterin sofort für eine Geldüberweisung vom Konto des Geschädigten ins Ausland nutzte.

Erst einige Tage später stellte der Geschädigte eine Überweisung nach Spanien in Höhe von 24.900 € fest. Das K 122 des Polizeipräsidiums München ermittelt derzeit gegen die unbekannten Täter.

Mittlerweile wurden weitere Fälle zur Anzeige gebracht.

Hinweis:
Banken und Sparkassen weisen ausdrücklich darauf hin, daß sie niemals persönliche Informationen oder Kartendaten telefonisch oder per E-Mail abfragen.

Eine SEPA-Umstellung des TAN-Generators bzw. des eigenen Kontos ist grundsätzlich nicht notwendig, da diese automatisch erfolgt. Nehmen Sie im Zweifelsfall sofort persönlichen Kontakt mit Ihrem Kreditinstitut oder Ihrem Bankberater auf.

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