Diese Pressemitteilung wurde am Mittwoch, 25. Juni 2014 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
1. Nachtrag vom 25.06.2014
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Am Mittwoch, 25.06.2014, gegen 07:20 Uhr lief für die Einsatzkräfte der Münchner Polizei und die Berufsfeuerwehr München ein Großeinsatz an.

Eine 39-jährige Chemielehrerin mischte gestern Abend in einer Schule in der Gerastraße versuchsweise mehrere Substanzen zusammen. Die Menge von ca. 250 ml befand sich in einem Glasbehältnis, welches sie zur Entsorgung in ein größeres Reststoffbehältnis stellte, in welchem bereits andere Restprodukte zur Entsorgung lagerten.
Sie wollte das von ihr hergestellte Produkt später durch versäuern noch neutralisieren. Dies vergaß sie und ging nach Hause. Dort fiel es ihr in der Nacht wieder ein und sie recherchierte, dass möglicherweise durch chemische Reaktion des von ihr nicht neutralisierten Produktes mit anderen Produkten im Reststoffbehältnis nun Silberfulminat, das Silbersalz der Knallsäure, entstehen könnte, welches als höchst explosionsgefährlich anzusehen ist.

Am Morgen begab sie sich deshalb etwa 1 Stunde vor Schulbeginn zur Schule und überprüfte den Chemiesaal zusammen mit dem Hausmeister. Da sich die von ihr hergestellte Substanz bereits gegenüber dem Zustand vom Vorabend farblich verändert hatte, wurde die Feuerwehr gerufen.

Durch den Einsatzleiter der Feuerwehr wurde eine sofortige Evakuierung des gesamten Schulareals, sowie von 10 angrenzenden Einfamilienhäusern und einer Baustelle, angeordnet. Der Sicherheitsbereich betrug ca. 500 m.
Es wurde eine weiträumige Verkehrssperrung veranlasst.

Alle drei auf dem Gelände befindlichen Schulen (Gymnasium, Realschule, Grundschule) wurden geräumt. Alle Schüler, mit Ausnahme der an diesem Tag Prüfung schreibenden Realschulabsolventen, konnten nach Hause gehen. Die Prüflinge durften nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zurück und konnten zeitversetzt ihre Matheprüfung ablegen.
Von den Maßnahmen waren rund 1.000 Personen betroffen.


Durch Kräfte der Technischen Sondergruppe (TSG) des Bayer. Landeskriminalamtes konnte die betreffende Substanz durch Verdünnung und weitere Behandlung in einen gefahrlosen Zustand gebracht und abtransportiert werden.

Zur Feststellung der genauen Zusammensetzung und einer sich möglicherweise daraus resultierenden Gefährlichkeit wird der Stoff kriminaltechnisch untersucht.

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