Diese Pressemitteilung wurde am Dienstag, 29. Juli 2014 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 30.07.2014
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Das Polizeipräsidium München führte im Rahmen des Bayer. Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil - sicher ans Ziel“ vom 24. bis 29.07.2014 die Aktionstage „Obacht gebn“ mit Schwerpunkt Geschwindigkeit, Gurt und Handy durch.

Aktionsziel war die Verkehrsteilnehmer durch eine Senkung des Geschwindigkeitsniveaus zur Einhaltung der Geschwindigkeitsvorschriften zu veranlassen und eine nachhaltige Verhaltensänderung für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu erreichen.

Obwohl 20 Straßen mit Messstellen vor Beginn der Aktion veröffentlicht wurden, mussten 1.303 Verkehrsteilnehmer beanstandet werden, die zu schnell unterwegs waren. 1.356 Verkehrsteilnehmer wurden wegen sonstiger Verstöße beanstandet.

Der traurige „Spitzenreiter“ dieser Aktion wurde am 29.07.2014 in der Ständlerstraße von der Polizei angehalten. Der Motorradfahrer war mit seinem Fahrzeug bei erlaubten 60 km/h mit 115 km/h unterwegs.

Bei der überwiegenden Zahl der Verkehrsteilnehmer war festzustellen, dass sie sich an die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten hielten. Sowohl Motorrad- als auch Autofahrer waren deutlich langsamer unterwegs als sonst. Mit wenigen Ausnahmen wurde gegenüber den Beamten diese Aktion von den Verkehrsteilnehmern als sinnvoll und notwendig beschrieben.

Im Aktionszeitraum waren im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München 900 Verkehrsunfälle zu verzeichnen, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang von 13,79 % (2013: 1.044 Verkehrsunfälle) entspricht. Erfreulich ist dabei auch der Rückgang bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden um insgesamt 26,56 %. Dabei wurden 159 Personen verletzt, was einen Rückgang von 32,34 % darstellt. Ebenso war im Aktionszeitraum bei 224 schwerwiegenden Verkehrsunfällen mit Sachschaden ein Rückgang von 30 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.
Überschattet wurden die Aktionstage von einem schweren Verkehrsunfall, bei dem am Abend des 25.07.2014 auf der Egmatinger Straße in Höhenkirchen-Siegertsbrunn zwei Menschen starben. Auf einer Probefahrt verunglückten der 21-jährige Fahrer und sein 28-jähriger Beifahrer, als sie mit ihrem Pkw nach derzeitigem Ermittlungsstand wohl auf Grund überhöhter Geschwindigkeit, von der Straße abkamen und gegen mehrere Bäume prallten. Selbst dies schreckte in den darauffolgenden Tagen mehrere Raser nicht ab, die viel schneller als die erlaubten 80 km/h über die dortige Kreisstraße fuhren. Spitzenreiter war ein Mann, der von der Polizeiinspektion Ottobrunn mit 124 km/h dort gemessen werden musste.

Überhöhte Geschwindigkeit führt als eine der Hauptunfallursachen immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Das Polizeipräsidium München wird deshalb zur Erhöhung der Verkehrssicherheit weiterhin gezielt Geschwindigkeitsüberwachungen durchführen.

 

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