Diese Pressemitteilung wurde am Dienstag, 28. Oktober 2014 in der Kategorie Polizei Presse von München Presse veröffentlicht.
Pressebericht vom 29.10.2014
Pressemitteilung Polizei München
Polizei München - Bericht des Tages
Am Dienstag, 28.10.2014, um 18.45 Uhr, fuhr eine Polizeistreife, besetzt mit zwei Beamten, auf der Maria-Eich-Straße in nördlicher Richtung. Auf Höhe des Anwesens Nummer 22 bemerkten sie zwei männliche Personen, welche auf dem Gehweg der Maria-Eich-Straße in nördliche Richtung gingen. Da sich die beiden Männer verdächtig verhielten (beide sahen sich die Häuser der Gegend an), entschlossen sich die Polizeibeamten zu einer Kontrolle.

Bevor es zur Kontrolle kommen konnte, entfernte sich einer der Männer zu Fuß, während der andere, ein 26-jähriger Italiener, in einen geparkten BMW Mini Cooper stieg und anschließend auf der Maria-Eich-Straße Richtung Lortzingstraße fuhr und an der Josef-Felder-Straße nach rechts abbog.

Die Polizeibeamten, die dem 26-Jährigen gefolgt waren und unmittelbar hinter ihm fuhren, entschlossen sich, ihn anzuhalten. Sie schalteten das Blaulicht ein und zeigten ihm die Anhaltekelle.

Als der 26-Jährige das Polizeifahrzeug erkannte, flüchtete er auf der Josef-Felder-Straße in östlicher Richtung und versuchte das verfolgende Polizeifahrzeug abzuschütteln.

Zu diesem Zeitpunkt fuhr eine 63-Jährige mit ihrem Pkw Ford Fiesta auf der Josef-Felder-Straße ebenfalls in östliche Richtung.

Bei einem Fahrstreifenwechsel auf Höhe der Pasing-Arcaden prallte der 26-Jährige mit dem vorderen linken Fahrzeugeck gegen das vordere rechte Fahrzeugeck des Fiesta der 63-Jährigen.

Anstatt nach dem Unfall anzuhalten bog der Mini-Fahrer an der Kreuzung zur Landsberger Straße nach links ab und fuhr stadteinwärts weiter. Er war mit überhöhter Geschwindigkeit (geschätzt zwischen 80 und 90 km/h) unterwegs, wechselte mehrmals auf die Gegenfahrbahn, um langsam vor ihm fahrende Fahrzeuge zu überholen und überquerte zwei Kreuzungen, obwohl die Ampeln rot waren.

An der Kreuzung zur Willibaldstraße bog er nach rechts ab. Auf Grund einer Baustelle endet die Willibaldstraße am Willibaldplatz und der 26-Jährige prallte dort frontal gegen einen Parkverhinderungsbügel. Da er aufgrund der Sackgasse nicht mehr weiterfahren konnte, verließ er daraufhin seinen Mini und flüchtete zu Fuß die Agnes-Bernauer-Straße stadtauswärts. Die beiden Polizeibeamten verließen ebenfalls ihr Fahrzeug und folgten dem Italiener.

Der 26-Jährige rannte durch mehrere Hinterhöfe, wobei er mehrere Zäune übersprang und konnte schließlich in der Böcksteiner Straße von den Polizeibeamten gestellt werden.

Durch das Überspringen der Zäune verletzten sich die beiden Polizeibeamten und der 26-Jährige (jeweils Zerrungen an den Sprunggelenken).

Auf der Flucht zu Fuß warf der Italiener einen großen Schraubendreher weg. Bei einer Absuche durch Polizeikräfte konnte in der Maria-Eich-Straße eine aufgebrochene Terrassentür an einem Einfamilienhaus festgestellt werden. Bisherige Ermittlungen konkretisieren den Verdacht, dass es sich bei dem 26-Jährigen und seinem unbekannten Begleiter um die Täter handelt. Die Fahndung nach dem Mittäter verlief ohne Erfolg.

Der Pkw Mini Cooper, der Pkw Ford Fiesta sowie der Parkverhinderungsbügel wurden jeweils leicht beschädigt (Gesamtschaden geschätzt ca. 1.600Euro).

Zu Verkehrsbehinderungen kam es nicht.

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